Teil eines Werkes 
2. Band (1835)
Entstehung
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nicht gern aus der Hand laͤßt. Iſt der Vereh⸗

rer widerwaͤrtig, ſo wird er freilich fortgeſchickt,

aber aus Abneigung, nicht aus Moral. Es iſt huͤbſch, einen lebendigen Beweis der Macht ſeiner Reize bei der Hand zu haben, und was

ſind Liebhaber der Frau anders, als eben ſo

viel Spiegel, die ihr eigenes Bild verſchoͤnert zuruͤckwerfen? Wenn daher die Juͤdinnen, nach Warnekers hebraͤiſchen Alterthuͤmern, ihre Spie⸗ gel ſogar mit in den Gottesdienſt nahmen, ſo iſt ihnen das ſchon darum zu verzeihen, da ſie

von den Maͤnnern getrennt waren, und alſo

nicht das Surrogat der jetzigen Weiber beſaßen. Der Chevalier war jetzt zu ſcharfſichtig, um nicht die Gedanken Carolinens zu dur chſchauen, und fuͤrchtete doch, daß ſich trotzdem jedes Wort und jeder Blick wie ein Haken an ſein Herz legen wuͤrde, von dem er ſie nicht ohne bluti⸗ ge Wunden wieder wuͤrde losreißen koͤnnen. Nichts aber ſchmeichelt mehr, als recht aufmerkſa⸗ mes, theilnehmendes Zuhoͤren. Ehe eine Stunde

verging, war der Chevalier, der Carolinen von