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es einſtweilen alle ſeine Wuͤnſche und Beduͤrf⸗ niſſe ſcharen konnte. Ein ſo einſtimmiges Be⸗ gehren haͤtte eine einſichtsvollere Regierung be⸗ denklich machen, und bei dem Schlunde in den Finanzen, den keine Anleihe mehr ausfuͤllen und kein Kredit mehr zu uͤbertuͤnchen ver⸗ mochte, ſie bewegen ſollen, der Stimme der Nation entgegen zu kommen und freiwillig zu gewaͤhren, was ſie ſpaͤter zu bieten gezwungen war, aber Herr von Brienne glaubte, der Schein des Despotismus ſei hinreichend, die Gemuͤther auf's Neue zu feſſeln. Allein dieſer Perſeus⸗ Schild war erblindet und das Volk hatte ſich laͤngſt gewoͤhnt, das Schlangenhaupt in's Auge zu faſſen, ohne dabei zu erſtarren.
Graf Thiard, ein liebenswuͤrdiger Mann, der ſich die Achtung der ganzen Provinz erworben hat⸗ te, war ſchon fruͤher auf den Gedanken gekom⸗ men, die hervorſtechendſten Perſonen aller Klaſ⸗ ſen bei ſich zu ſehen, um durch ſie auf die groͤ⸗ ßere Maſſe zuruͤckzuwirken. Aber der Beſchluß des Hofes drohte ſeine ganze Popularitaͤt zu


