† 7 Bedenken gefunden hätte. Er hat keinen einzigen Freund als mich, dachte er, und der Arme könnte einen Augenblick glauben, ich ſtünde neben ihm, weil ich ſein Geld brauchte. 3 * Es war ein fataler, übertriebner Gedanke, den aber wohl die Situation entſchuldigte. Valerius hatte nirgends Ruhe, und Joels Vor⸗ ſchlag, ins Theater zu gehn, kam ihm gelegen. Er
war aus dem Hauſe getreten, und wartete auf Joel. Da ritten zwei Damen an ihm vorüber; es war Hedwig und Conſtantie, an der Seite jener der Graf Kicki. Hedwig nickte freundlich mit dem Kopfe, noch ehe er Zeit gewann, nach ſeinem Hute zu greifen, Conſtantie dankte leichthin ſeinem Gruße, und es eilte ein ſtolzer Schmerz ſchnell wie ein Windſtoß über das ſchöne Geſicht.
„Ach, er iſt auch wieder ſo blaß“ hörte er Hedwig zu ihr ſagen, und ſie wendete ſich noch
einmal freundlich nach ihm zurück. Conſtantie aber
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ſah nicht mehr rückwärts. Regungslos blieb er ſtehen. Jenes ſchöne Antlitz Conſtantiens war ihm wohl be⸗ kannt, nie hatte er dieſe verführeriſche Bläſſe, nie dieſen hohen, tragiſchen Ausdruck darauf erblickt.


