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Hedwig war nicht daheim geweſen, der alte Graf hatte ihn mit der ihm eignen ſchnöden Rohheit behandelt.
„Es war ein ſchwerer Abend, als ich aus Hedwigs Hauſe trat, ohne ſie geſehen zu haben, und mein Gedächtniß die häßlichen Worte des Va⸗ ters nicht vergeſſen konnte. Sie trafen mich damals in der Nacht— ich hatte die Heimkehr meines Mädchens erwartet, ich wollte nur ihren Schatten ſehen. Und ach, mein Freund, das waren noch glückliche Zeiten!“
„Sehen Sie, es quälte mich zu Tode, ihre Augen nicht mehr ſehen zu können, und heute ging ich wieder hin in jenes Haus. Ich fand ſie, ich ſprach ſie, ach, und das Herz, das tiefgequälte, trat mir auf die Lippen, ich erzählte ihr all meine Freude, all mein Leid an ihr— Herr, ich lag vor ihr auf den Knieen, und bat um Leben oder Tod. Hedwig fuhr mir mit der Hand über die Locken, und bat mich, nicht ſo heftig zu ſein, und aufzuſtehn, Vater und Großmutter ſeien im Nebenzimmer. Aber die Welt war für mich ver⸗ ſchwunden, ich ließ ihre Hand nicht mehr los, und


