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zuſammen, und horchte mit angehaltenem Athem. Aber der Wind fuhr eben rauh über die Fläche, und warf harten, eiſigen Regen durcheinander. Es war kalt und ſchauerlich. Als jedoch der heftige Windſtoß vorüber war, drang es wirklich wie ein leiſes Geräuſch von allen Seiten her, aber das Geräuſch war wunderbar und ungewöhnlich, bald war es einem Wimmern, bald dem Hufſchlag von Pferden, bald dem Geſtöhn eines Thieres ähnlich — ein neuer Windſtoß, und es war nichts zu vernehmen.
Der graubärtige Mann ſchien befriedigt und huſchte weiter fort auf der naſſen Erde, ohne die Laterne hervorzubringen. Plötzlich ſtrauchelte er, und fiel auf die Seite. Lautlos raffte er ſich wieder
zuſammen, öffnete den Mantel ein Wenig, und
ſuchte mit dem trüben Lichte ſeiner Hornleuchte, was im Wege liege.
Es war ein Menſch, der auf dem Angeſichte lag. Ringsum floß eine ſchwarze Maſſe, in wel⸗ cher die einzelnen fallenden Schneeflocken ſchmolzen, und die man ſelbſt bei der düſtern Beleuchtung für Blut erkannte. Der Graubart rückte näher und


