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Lenardo und Blandine, oder Amandus und Amanda : Der Mündel : Die Blumen : Drey kleine Romane / von August Lafontaine
Entstehung
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— 149— kerbunde, mit ſeinein Regimente nach Tyrol ge⸗ ſandt wurde, und Joſeph nun in das alte, be⸗ kannte, geliebte Gebirg wieder trat.

Er betrat an der Spitze ſeiner Compagnie die 1 alten Wege wieder. Er warf die Franzoſen aus

der Marienabtey, und verfolgte ſie ſiegend immer die Etſch hinab nach Trient zu.

Der junge Gemſenjaͤger Joſeph, ſo hieß er un⸗ ter den Tyrolern, trug im Winter ſchon den There⸗ 1 ſienorden, und er hatte die Liebe und die Achtung ſeines Generals. Joſeph fühlte die tiefſte Ehrfurcht gegen den tapfern menſchlichen Grafen, und zuletzt liebte er ihn mit ganzer Seele. Aber noch immer hing über Joſephs Herzen die dunkle Trauerwolke ſeiner Liebe und ſeines treuen Andenkens an Marien.

Seine Liebe, ſeine Treue, ſein Gram, war unter allen ſeinen Cameraden bekannt; aber Nie⸗ mand kannte den Nahmen des Mädchens, das er ſo treu liebte. Man neckte ihll mit ſeiner reinen Treue, und der General nahm ſogar Theil daran⸗ Er hieß ihn den alten guten Ritter! Und das wurde endlich ſein Nahme bey dem ganzen Corps. Sie kannten ihn alle. Denn er mußte faſt alle Poſten im Gebirg ausſtellen.

Der Vater blieb Schütze; er freute ſich des Ruhms ſeines Sohnes. Er wurde geehrt, wenn ſein Sohn ihn kommandirte.

In einem kleinen Gefechte wurde Joſephs Vater verwundet. Der General trat, da er es hörte, in