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ſtoben. Raſchen Schrittes ging Louiſon zu ihnen. Mit ſcheuen Blicken hörten die von der Angſt von einer brennenden Straße zur andern, von einer ge⸗ nommenen Barrikade zur nächſten Getriebenen die Worte, welche die bleiche Frau mit den flatternden Haaren zu ihnen ſprach, hohe, ſtolze Worte der Be⸗ geiſterung und todesfreudigen Muthes, und die in der Sklaverei des Elends und der Schande ſelbſt die Sehn⸗ ſucht nach Beſſerem verloren, horchten erröthend auf und es war ihnen, als wären ſie weniger elend und ver⸗ worfen, ſeit ihnen die begeiſterte Frau geſagt, daß auch ſie der Freiheit nützen, für ſie ſterben könnten. Haſtig, mit einer Art freudiger Erregung folgten ſie.
Louiſon hatte nie einem Straßenkampf beigewohnt, und wenn ihr Réne Mondélion einen ſolchen beſchrie⸗ ben hätte, ſie würde ſich wohl das Wenigſte davon ha⸗ ben vorſtellen können. Jetzt, da die ſchreekliche, ernſte Wirklichkeit an ſie herantrat, wußte ſie Alles, hatte Blicke für Alles, traf überall das Richtige und Zweck⸗ mäßige.
Mit wenigen Worten hatte ſie die Frauen im Laden der Gewehre unterrichtet, einer Hantierung, die ſie ſelber eben erſt den Kämpfenden abgelauſcht, und wo ein Schuß von der Barrikade knallte, da ſtand auch bereits ein halbwüchſiger Junge mit zerriſſener


