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Die Volksbeglücker : eine Erzählung : ein Band / von Max von Schlägel
Entstehung
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gereicht, die eichenen Betſtühle mit ihrem hellbraunen Schnitzwerk dunkel zu färben. Durch die unbemalten hohen Fenſter fiel der Tag hell und freundlich in die klaren Räume.

Kein Prediger aber ſtand heute am Taufſtein oder auf der Kanzel, ſondern die tauſend und aber tauſend Männer, die in der Kirche verſammelt waren, hörten lautlos dem Vortrage des Landammann Maxer zu, der ihnen, als von der Regierung beauftragter Spre⸗ cher, erklärte, daß das Volk des Kantons durch zehn⸗ tauſend Unterſchriften eine Reviſion der beſtehenden Kantonsverfaſſung als nothwendig erklärt habe, und daß die Bürger hier zuſammengekommen ſeien, um die Männer zu bezeichnen, welchen ſie genug Vertrauen ſchenkten, um von ihnen die erſten Vorſchläge betreffs der zu beginnenden Reviſion entgegen zu nehmen. Die Bürger wurden aufgefordert, nach beſter Ueberzeugung den Reviſionsrath zu wählen. Zu gleicher Zeit habe man wie alljährlich die Wahl der Vertreter des Kan⸗ tons im eidgenöſſiſchen Nationalrath vorzunehmen. Ueber dieſen jährlich wiederkehrenden Wahlakt glaube der Redner nichts weiter bemerken zu ſollen und fordere hiermit diejenigen, welche vor der Abſtimmung noch zu ihren Mitbürgern ſprechen möchten, auf, vor⸗ zutreten...