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Der Beamte zuckte die Achſeln.
„Wahrſcheinlich Trunkenheit oder Straßenexceß. Der Fall wird unterſucht und, ſollte ein Uebergriff der Sicherheitsbeamten ſtattgefunden haben, ſtreng geahn⸗ det werden.“
Derart waren die Verſicherungen des Beamten. Mondelion lächelte etwas verächtlich. Jedermann in Paris kannte die Gerechtigkeit der Polizei gegen ihre eigenen Leute.
„Kann der Arme mit mir gehen?“
Der Beamte verneigte ſich verbindlich.
„Gewiß! Auf Ihre Reclamation und Bürgſchaft hin ſofort.“
„Komm!“
An der Seite ſeines Dieners ſchritt Baron Mon⸗ délion nach dem Ausgang. Da zuckte er zuſammen. Einer der Lichtſtreifen, die aus den engen Luken lang durch den dämmerigen, dunſtigen Raum fielen, be⸗ leuchtete grell eine hohe Geſtalt unter den übrigen Ge⸗ fangenen.
Es war Stanowsky. Seine Zlicke begegneten herausfordernd dem überraſchten Auge des Barons, ſeine Mundwinkel waren höhniſch herabgezogen.
Mondelion ging ſchweigend vorüber. Er brauchte nicht zu fragen, er wußte Alles. Stanowsky ſchaute
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