Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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alle Männer von Talent ſuchten ſich friſch zu erhalten durch derlei kleine Abenteuer alſo vorwärts! Madame Chavandrier und ihre Dienſte hatten den hübſchen Un⸗ terſuchungsrichter bereits einen Theil ſeines Vermögens gekoſtet, und in der letzten Affaire mit Virginia hatte Lazire etwas wie Ekel vor ſeiner Bundesgenoſſin em⸗ pfunden. Virginia hatte behauptet, daß ſie von all dem Gelde, das ihr Lazire durch Madame Chavandrier gegeben, nichts erhalten habe. Madame dagegen be⸗ hauptete, ſich für das eigenſüchtige Ding geopfert zu haben, und erklärte Virginia's Klage für eine neue Fi⸗ nanzoperation derſelben. Lazire wußte nicht recht, wo⸗ ran ſich halten, ſein ſprunghafter Geiſt hatte nicht die ausdauernde Energie zu einer längern Unterſuchung, er ſchloß daher ohne Urtheil mit dem ab, was ihm läſtig war. Aber etwas Mißtrauen gegen die Cha⸗ vandrier war zurückgeblieben, es war auch wieder zum Vorſchein gekommen bei Leſung ihres Briefes. Jetzt lächelte Lazire über ſich ſelbſt. Das Kaiſerreich war nicht knauſerig gegen angenehme Diener. Was lag dem jungen Beamten an dem Reſte ſeines kleinen Vermö⸗ gens, jetzt, da er an der Pforte des Erfolgs ſtand? Man mußte vor allem geiſtig friſch bleiben. Unterſuchungsrichter Lazire verſchloß ſeine Papiere, gab dem Bureaudiener den Befehl, einen Wagen zu