Teil eines Werkes 
3. Band (1872)
Entstehung
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15

Nun, und jetzt?

René erhob ſich.

Ich bin zu Ende, Mutter.

Die Matrone ſah ihn mit tiefem Ernſte an und faßte ſeine Hand.

Ich fürchte, wir ſtehen erſt am Anfang, René!

René erwiderte freundlich, aber feſt den Blick ſeiner Mutter und verſuchte zu lächeln.

Sie fürchten, Mutter?

René, Du liebſt dieſes Mädchen!

Ich glaube, ja, Mutter!

René Mondélion hatte das ruhig und mit faſt leiſer Stimme geſagt und dennoch drückten die wenigen Worte den unabänderlichen Entſchluß eines ſtarken männlichen Herzens aus.

Die Wucht dieſer einfachen Worte jedoch ſchien die alte Frau ſeltſam zu erſchüttern. Es zuckte über ihr Geſicht wie vom härteſten Seelenkampfe und ihre Hand, mit der ſie die des Sohnes losließ, zitterte wie vorhin, da ihr René mitgetheilt daß er ſich habe ſchlagen ſollen.

Endlich ſprach ſie wieder, aber ihre Stimme klang umflort, wie von zurückgedrängten Thränen.

René, ich habe Dich dies ernſte Wort nie ausſprechen, nie widerrufen hören, ich weiß daher auch, was es