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Wahrhaftig nicht, wenigſtens nicht allein. Vorzüglich führte mich der Wunſch hierher, Ihnen näher zu treten; wie viel ſich von der uns angeborenen Bosheit in unſere beſten Entſchlüſſe miſcht, wer mag das ent⸗ ſcheiden?“
Mondelion ſchwieg. Wenn er in die eigene Bruſt griff, ſo fühlte er, daß Entretout Recht hatte; wie wenige unſerer uneigennützigſten Beſtrebungen ſind ganz rein von ſelbſtiſchen, ja niedrigen Beweggründen!
Entretout fuhr fort:
„Daß wir uns nicht eher trafen, daran mag wohl auch der Umſtand Schuld haben, daß Sie wenig Geſellſchaften beſuchen, zum Beiſpiel nicht zu Hof gehen.“
Mondélion blickte mißtrauiſch auf.
„In der That, das mag ſein. Ich wähle eben gern meine Geſellſchaft und überliefere mich ihr nicht aufs Ungefähr.“
Entretout ſchüttelte den Kopf, als wiſſe er recht gut, daß Mondeélion ihm nicht die Wahrheit ſage.
„Man wählt am leichteſten, wenn man die Wahl hat. Man ſagt, Sie lieben den Kaiſer nicht.“
Entretout hielt den ſcharfen und etwas mißmuthigen Blick, mit dem ihn Mondélion betrachtete, ruhig aus.
„Ich habe keinen Grund, ihn zu lieben, er


