244
und habe ihr ſogar angetragen, ſie zu heirathen, wenn ſie ihm die Briefe ausliefere.
„Der ſchlechte Kerl!“ ſagte Thomas, der bisher mit offenem Munde den Mittheilungen ſeiner Geliebten zugehört, mit überzeugungsinnigem Erſtaunen.
Die Reſ'l fuhr nun mit der Miene gekränkter Un⸗ ſchuld fort zu erzählen, wie ſie den Angelo vergeblich darauf aufmerkſam gemacht habe, daß ſie um Alles in der Welt nicht von ihrem Thomas laſſe, und da ſei er ganz„fuchtig geworden und habe g'ſagt, wenn ſie denn durchaus den Thomas, den g'meinen Kerl, lieber wolle als ihn—“
Da ſprang der Thomas auf und ſchaute wild um ſich.
„G'meiner Kerl hat er g'ſagt?“
Die Reſ' nickte bekräftigend und fuhr in ſchein⸗ barem Zorn fort:
„Ja, und wie ich ihm g'ſagt hab', daß mir'n echter Jäger noch immer lieber is als ein falſcher Baron, da hal er eine große Piſtol'n aus der Taſchen gholt—
„Eine Piſtol'n?“— In den Zorn des Jägers miſchte ſich etwas wie Furcht vor ſeinem entſchloſſenen Herrn.
„Ja, eine Piſtolen, und todtſchieß'n thät' er mich,
G ℳ
ℳ


