Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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heiratheten Kutſcher und Bedienten nicht ſelten auch die Galanterien des Herrn Stallmeiſters empfing!

Er hätte lügen und irgend Jemand als Angeber nennen können, aber unter dem ſcharfen prüfenden Blick des Grafen wagte er es nicht.

„Ich kam im Dienſt in die fragliche Schenke; ich wollte ſehen, ob auch von unſern Leuten ſich welche dort umhertrieben, und da wurde mir das Alles erzählt.“

„So!“ antwortete der Graf trocken.„Ich muß Sie darauf aufmerkſam machen, daß es keineswegs zu Ihren Dienſtpflichten gehört, ſchlechte Wirthshäuſer zu beſuchen, um zu ſehen, ob Andere dort ſind. Schicken Sie mir den Bereiter Helmberg!“

So hatte der Stallmeiſter ſich den Erfolg ſeiner Angeberei nicht gedacht. Er hatte ſich vielmehr vorgeſtellt, daß der Oberſtſtallmeiſter in ſeiner auf⸗ wallenden Hitze den Schützling, der ſich ſeiner Gunſt ſo unwürdig erwies, nach der Reſidenz in Arreſt ſchicken werde. Für dieſen Fall hatte ſich der Stallmeiſter des verwaiſten Sultan, den der König ſchon bei der nächſten Parforcejagd reiten ſollte, annehmen wollen. Sultan hatte unter der richtigen Behandlung Helm⸗ berg's große Fortſchritte gemacht und kümmerte ſich um einen Flintenſchuß, an ſeinem Ohre abgefeuert,