Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Rathloſigkeit; dann blitzte es freudig auf in ſeinen Zügen. Es gab ja doch einen Menſchen, der ihm wohlwollte und der die Macht hatte, ihn zu ſchützen ſein Bruder.

Unter gewöhnlichen Verhältniſſen war es nicht Sitte, daß die königlichen Pferde noch nach dem Abend⸗ ſtall von ihren Abrichtern geritten wurden. Es be⸗ durfte dazu einer beſondern Erlaubniß Johann Helmberg wollte den Stallmeiſter beim Worte nehmen. Vor dieſem Menſchen durfte er nicht ſchüchtern er⸗ ſcheinen. Ruhig trat er an den Stand, wo der Ber⸗ berhengſt eben mit den roſenfarbenen ſchnaubenden Nüſtern den letzten Reſt des duftenden Heus herunter⸗ holte, das zwiſchen den glänzenden Metallſtäben der Raufe herabhing.

So mit dem hocherhobenen Kopf, den zurückgeleg⸗ ten Ohren, den gutmüthigen großen Augen und den ſcharrenden Beinen war Sultan ein edles herrliches Thier, und es war verzeihlich, daß ein ſo junges Ge⸗ müth wie das Johann's einen Augenblick alles Andere vergaß in dieſem Anblick und ihm mit der Hand ko⸗ ſend über den Rücken ſtrich. Tief bog der Eiſenſchim⸗ mel das Kreuz ein bei dieſer Berührung, weit vor ſtemmten ſich die Füße und in hohem Bogen wallte der reiche Schweif. Der graziöſe Hals des Thieres