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hatte ich zuſammengerafft, um es ihm anzubieten. Als ich ſein Haus in einer kleinen dunklen Gaſſe betrat, ſah ich den Knaben mit ſeinem Schweſterchen auf dem Flure ſpielen.„Mein junger Freund,“ ſagte ich,„ich danke Dir herzlich für den Beiſtand, den Du mir geſtern geleiſtet haſt. Wäre ich ein reicher Mann, ich würde Dich fürſtlich belohnen— ſieh aber her, das
iſt Alles, was ich Dir bieten kann, denn ich ſelbſt bin eigentlich nur ein armer Menſch.“
Da aber hätten Sie, meine Damen, den jungen Halloren ſehen ſollen. Er wies meine ausgeſtreckte Hand mit ſeinen beiden zurück und drückte ſie dabei freundſchaftlichſt. Mit edlem Kopfſchütteln ſodann und einem mir unvergeßlichen Blicke ſagte er:„Junger Herr, nicht um eine Belohnung von Ihnen zu erhalten, bin ich untergetaucht und habe Sie hervorgeholt; mir galt es, ein Menſchenleben zu retten, das koſtbarer vielleicht war, als das meine, und danken Sie Gott, wie ich ihm danke, daß es mir gelungen iſt. Gehen Sie ruhig Ihres Weges und genießen Sie das Wenige, was Sie beſitzen, in Frieden, ich aber bin der Sohn eines Halloren und be⸗ gnüge mich mit dem, was mein Vater mir giebt.“— Das, meine Damen, war die Erzählung von dem ſchreck⸗ lichſten Moment meines Lebens und nun habe ich Ihre Auf⸗
merkſamkeit gewiß lange genug in Anſpruch genommen.“ Der Sohn des Gärtners. III. 1 22. 2


