Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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Die Fürſtin nickte, ohne von ihrer Arbeit aufzu⸗ ſehen, lächelnd ihre Beiſtimmung zu, der Major aber, der das Gewitter nahen ſah und ihm gern aus dem

Wege gehen wollte, ſagte kurz und komiſch genug:

Ich wüßte mich keiner Bitte zu erinnern, deren Erfüllung ich auch nur gewiſſermaßen verſprochen hätte. 3 O Herr Major, rief eine junge Dame lebhaft aus,Sie werden doch heute kein ſchlechteres Gedächt⸗ niß haben als ſonſt? Beſinnen Sie ſich, geſchwind, und ſtellen Sie unſre Geduld auf keine zu harte Probe.

Wenn Sie nur die Güte haben wollten, die Bitte noch einmal auszuſprechen, mein gnädiges Fräulein, wandte ich mich an die Dame,mein Freund, deſſen Gutmüthigkeit wir Alle ſo hundertfältig erprobt haben, würde ſich dann gewiß ſogleich Ihren Wünſchen fügen.

Was war es? fragte die Fürſtin und warf einen kurzen Blick auf die muthigſte der angreifenden Damen.

Dieſe ſchwieg, die ältere aber, die vorher ge⸗ ſprochen, erwiderte dreiſt:der Herr Major hat ein⸗ mal verheißen, uns den glücklichſten Moment ſeines

Lebens zu erzählen. Der Sohn des Gärtners. III. 21