Teil eines Werkes 
3. Theil (1861)
Entstehung
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3⁵

Nachdem wir noch längere Zeit über das Vor⸗ liegende hin und her geſprochen und ich mich bei meinem Freunde bedankt hatte, als hätte ſeine Be⸗ mühung ſchon die erwartete Frucht getragen, entfernte ich mich, um über das neue Verhältniß, in welches ich möglicher Weiſe treten konnte, ungeſtört nachzu⸗ denken. Dieſes Nachdenken aber wurde von köſtlichen Hoffnungen begleitet, denn ich ſah mich in eine neue thatenreiche Laufbahn verſetzt, meine ſtockenden Säfte kamen in Fluß, meine ſchlummernden Kräfte ermun⸗ terten ſich, und als würde ich ſchon von dem friſchen Blute eines neuen Lebens durchſtrömt, träumte ich mir goldene Berge, wie ſie eine lebhaft angehauchte Phantaſie in der Regel in neuen Verhältniſſen er⸗ blickt, die das alltägliche, abgenutzte Daſein auffriſchen oder eine lang gehegte Hoffnung endlich in Wirklich⸗ keit verwandeln ſollen..

Schon am nächſten Tage packte ich meine Arbei⸗ ten ſorgſam ein und ſchlug meine Bücher zu, denn ich wollte die Zeit, die ich noch in Adersbach zu ver⸗ leben hatte, nützen, indem ich ſie ohne Abbruch mei⸗ nen Freunden widmete, die ich nun bald auf lange Zeit, wenn nicht für immer verlaſſen ſollte. Indeſſen vergingen noch einige Wochen, bevor von W... aus die erwartete Antwort einlief; ſie lautete, wie Bruno