Perſonen und Verhältniſſe wirken auf Dich und bringen Dein träges Blut in friſchen Umlauf. Nebenbei— für mich die Hauptſache— geräthſt Du in die Nähe meiner Schweſter. Es knüpfen ſich die alten Ver⸗ bindungen zwiſchen Dir und ihr von Neuem an. Sie ſieht Dich und alle ihre Rrüberdn Neigungen erwachen in ihrer Seele. Sie, die Dir von jeher wohlgewollt hat,— das kann ich Dir, wenn Du es nicht weißt, jetzt auf mein Ehrenwort mittheilen— zieht Dich an ſich. Sie kann nicht umhin, Dir ihr Vertrauen zu ſchenken— ſie begehrt in manchen Dingen Deinen Rath oder forſcht Dich aus. Du giebſt ihr den beſten Rath, den Du haſt, und wenn Du nicht mehr weiter kannſt, wagſt Du einen kühnen Schritt und verweiſeſt ſie an mich. Siehſt Du nun die Möoöͤglichkeit Deines ſieggekrönten Sturmes ein? Fühlſt Du nun, was ich durch dieſe Eroberung gewinne? Ich werde mit ihr ausgeſöhnt, ich fliege zu ihr— ich bin und werde ihr natürlicher Beſchützer, und jeder von uns Beiden hat einen herrlichen Vortheil davon. Natürlich gehſt Du nur ſehr langſam und vorſichtig zu Werke. Eile mit Weile führt ſicher zum Ziel. Daß es Dir in B... an Nichts fehle, wenn man Dir anfangs keine bedeutende Stellung anweiſt, dafür laß mich ſorgen.
Und wenn Du auch von unten auf dienen und Dih Der Sohn des Gaͤrtners. III. 3


