Teil eines Werkes 
4. Band (1876)
Entstehung
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Ahnung ſeines weltmänniſchen Scharfblicks hatten ſie erklärt, an der Tafel des Stern theilnehmen zu wollen und waren Demjanoff gegenübergeſetzt worden. Herr Wilſen hatte es ſeit der Ankunft ſeiner Kunden vor⸗ gezogen, der Tafel fern zu bleiben, bei ſeiner Kennt⸗ niß ariſtokratiſcher Gewohnheiten wohl in der Abſicht, durch geſellſchaftliches Vordrängen nicht noch ſein Geſchäft zu ſchädigen, welches ohnehin ſchon durch ſeine Abweſenheit genug litt. Der ſfeptiſche Ruſſe ergriff ſofort eine Gelegenheit, an den Grafen Gothau bei Ueberreichung des Salzfaſſes das Wort zu richten. Der junge Mann hatte einige Male höflich geant⸗ wortet und das Geſpräch dann einſchlafen laſſen. Ueberhaupt ſchienen die Wittwe und er die Abſicht zu haben ſich auch an der Tafel auf ſich und ihre Flaſche Sekt zu beſchränken. Graf Gothau, nachdem er ſeine ariſtokratiſche Scheu vor dem fremden Menſchen über⸗ wunden, hatte nur mehr Blicke für Frau von Frank, welche er mit der eiferſüchtigen Dienſtbefliſſenheit eines bevorzugten Pagen bediente. Das Benehmen der Majorin war wechſelnd und allen Anweſenden mit Ausnahme des cyniſch lächelnden Demjanoff ein Räthſel. Oft ſchaute ſie mehrere Minuten lang in träumeriſcher Selbſtvergeſſenheit auf ihren Teller und ſchien nichts von alledem zu hören und zu ſehen,