Teil eines Werkes 
2. Band (1876)
Entstehung
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läufſt in die Wallfahrtskirche von Tirano! Ich hätte heute den letzten Tabak heimbringen ſollen und muß um Deinetwegen nach der Bergwieſe.

Der Mann, der das Alles in gutmüthig mür⸗ riſchem Tone hervorſtieß, war auf dieſelbe Art, aber ſchlechter gekleidet wie Pietro, der ſeinen Feſtſtaat trug; er war um einen Kopf kleiner, aber noch breiter und kräftiger, als der junge Bauer, was ihm bei der Kürze ſeines Körpers und ſämmtlicher Gliedmaßen etwas zwerghaft Athletiſches gab. Der Mann war etwa fünfzig Jahre alt, ſein Geſicht war bartlos und von der Sonne faſt zinnoberroth gebrannt. In der kaum zwei Finger hohen Stirn, der breiten Naſe und den hervortretenden Backenknochen lag eine derbe, rückſichtsloſe Energie, während die grauen Augen des Mannes trotz ſeiner ſcheltenden Worte mit faſt väter⸗ licher Güte auf dem angeblichen Wallfahrer ruhten.

Mit dem Tabak iſt es nicht ſo ſchlimm, Quirino, agte Pietro kleinlaut, als ob ihn die Lüge drücke die er ſich ſeinem Dienſtherrn und Verwandten gegen⸗ über hatte zu Schulden kommen laſſen.Roſa wird den Reſt ſchon geſchnitten haben.

Quirino ſah ſeinen Knecht überraſcht an:

Roſa? Früher haſt Du doch nie gelitten, daß ich Roſa auf das Feld ſchickte und haſt lieber ſelbſt