Teil eines Werkes 
2. Band (1876)
Entstehung
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während ein paar Minuten des Tages einen Schatten von zwei Quadratſchuh Größe auf ein paar Kohlköpfe der Nachbarſchaft hätte werfen können. Weil die beabſichtigte Erneuerung des Gartenthors die Integri⸗ tät eines der Gemeinde gehörigen Froſchgrabens ver⸗ letzt und ſeinen muntern Inſaßen den Raum für ihre Abendſerenaden um einige Zoll beſchränkt hätte, ſo that der herrſchende Gemeinderath Einſprache, und Onkel hatte jetzt alle Hände voll zu thun, nachzuwei⸗ ſen, daß die Beſitzer von Sternau, nach alten Urkun⸗ den das Recht der Fiſcherei ſchon ſeit Jahrhunderten in jenem Froſchgraben ausgeübt hätten, und daher in Folge des Ius possidentis auch berechtigt ſeien, eine geſundheitsſchädliche Pfütze um einige Fuß zu ver⸗ kleinern, nachdem ihnen die Erlaubniß zur Entwäſſe⸗ rung derſelben bisher hartnäckig verweigert worden

Donnernd rollte unſer Landauer über die Holz⸗ brücke, welche den grünen Schimmel des angefochtenen Schloßgrabens überwölbte; dann knirſchten ſeine Räder auf dem weichen Sande des mit Buchsbaum eingefaßten Weges, und hielten endlich vor der Glasveranda eines langgeſtreckten Landhauſes mit grünen Läden, das ſich nur dadurch von einem engliſchen Herrniitze unterſcheidet, daß es Sternau heißt und mitten in Deutſchland liegt.

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