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am andern Morgen über das Moor geholfen“, ſagte ſie leiſe,„wir kennen Sie nur hülfreich und gut...“
„Und was iſt Ihre eigene Meinung über mich?“
„Ich habe Ihnen dieſelbe ſchon geſagt.“
„Sie weichen mir aus! Ich will wiſſen, ob Sie glauben, daß ich abſichtlich Jemanden betrügen oder belügen kann... Nun?“
„Ich glaube es nicht!“ hauchte Roſe.
„So will ich Ihnen geſtehen, daß ich Sie belogen habe“, ſagte Roger leiſe.
Erſchrocken ſtarrte Roſe ihn an; dann lächelte ſie trübe:
„Sie ſcherzen! Was hätten Sie zu mir geſagt?“
„Ich habe Sie eingeladen, hierher zu kommen, um meine Mutter kennen zu lernen; aber ich habe Ihnen nicht geſagt, daß ich Ihnen— meine Braut vorſtellen will.“
Roſe ſchrak zuſammen. Sie wußte nicht, daß ſie bleich war wie die Marmorſäulen des Tempels neben ihr; einen Augenblick dunkelte es vor ihren Augen, und ihr war, als ſtürze ſie in eine endloſe Tiefe.
Aber gewaltſam raffte ſie ſich zuſammen... Was ging der fremde Mann ſie an, der dort mit gekreuzten Armen ihr gegenüber ſtand? Mochte er zu einer Braut wählen, wen er wollte— oder ſollte...


