Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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etwas gebogene Naſen mit trantsparenten rofigen Nüſtern, ein zarter ſtolzer Mund mit kaum erkenn⸗ baret Wölbung und endlich ein Kinn/ welches rund und weicheſich in den ſchlanken Hals verlor.

Als habe ihr feiner Organismus dieſe Muſterung gefühlt, hob die Dame plötzlich däs vorgebeugte Ant⸗ litz, und Robert ſenkts den Blick vor dem mächtigen grauen Auge, das ihn voll und ruhig anſah, ohne Ueberraſchung, ohne Neugier, als ſei er einer der un⸗ zähligen Gegenſtände oder Menſchen, die uns auf Reiſen täglich begegnen, ohne daß ſie intereſſant genug wären, ſie zu bewundern oder gleichgül tig genug, ſie zu überſehn. Schon eine gewiſſe Nähe von Menſchen und Dingen zwingt unſer Auge, wenn auch noch ſo flüchtig, in ihren Bann.

Robert trat von der Thür zurück, verwirrt, aber in ſeinem Vorurtheil nicht beſiegt. Welcher junge Mann unſerer heutigen Geſellſchaft beſitzt nicht jene alles bezweifelnde Lebensweisheit in Bezug auf das weibliche Geſchlecht, womit wir die Lücke in uuſetm Gemüth zu ſtopfen ſuchen, nachdem wir der Philiſter⸗ haftigkeit und Romantik früherer dcheiſerattonen ent⸗ wachſen zu ſein glauben! kthe

n Diefer Neigung unſrer Zeit und der jungen Männerwelt iſtes wohl zuzuſchreiben, daß Robert,