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6 über die Schulter hängenden Jacke ſchob. Dann ant⸗ wortete er: „Ja, Herr, da droben liegt der See! Und wenn wir in der Clubhütte übernachten und morgen auf die Saſſaplauna wollen, ſo werden wir wohl noch
heute da hinauf müſſen!“
Damit ſetzte ſich der Mann ruhig auf ein erhöhtes Raſenſtück und brachte den Reſt einer ſteinharten, ſchwarzbraunen Wurſt zum Vorſchein, von der er herz⸗ haft ein Stück abriß und zwiſchen ſeinen gewaltigen Kinnladen zermalmte. Er ſprach ein eigenthümliches Gemiſch von Tyroler und Schweizer Mundart, wie man ſie in dieſen Grenzgegenden findet; denn ſie be⸗ fanden ſich in einem der am weiteſten nach Süden reichenden Thäler Vorarlbergs, kaum eine Stunde ent⸗ fernt von den mit ewigem Schnee bezeichneten Grenzen Graubündtens und Liechtenſteins.
„Mein wackerer Freund“, ſagte der Fremde lächelnd, und ſein reines Hochdeutſch paßte gut zu ſeiner tiefen, klangvollen Stimme,„daß wir da hinauf gelangen, werde ich erſt glauben, wenn ich wirklich oben bin, oder wenn ihr uns die Leiter zu verſchaffen wißt, auf der Jacob im Traum die Engel auf⸗ und niederklettern ſah!“


