Teil eines Werkes 
1. Band (1876)
Entstehung
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porſtieg, ein letzter Gruß von den menſchlichen Woh⸗ nungen, die immer weiter und tiefer hinter den beiden Wanderern zurückgeblieben waren.

Alſo da hinauf! wiederholte der junge Mann, nachdem ſeine Blicke zurückgekehrt waren von einer Wanderung über die zerriſſenen Felsthürme, die über⸗ hängenden Schneefelder und blauen Eisbänke des Gletſchers, welcher die Schlucht, in der ſie ſtanden, noch um viertauſend Fuß überragend, die rechte Seite derſelben bildete und ſich in grauenerregendem Abſturz llückenlos an die mächtige Thalſperre anſchloß.

Eine Prüfung der linken Seite, wo ein ſpitzzu⸗ aufender Bergkegel ſich in bewaldeten Steinterraſſen, Lawinengängen und Geröllſtreifen immer ſchroffer bis zu ſeinem kahlen Gipfel emporhob, war ebenſo erfolg⸗ los geblieben. Den einzigen Weg zur Fortſetzung der Bergreiſe ſchien in der That der ungeheure Quer⸗ riegel zu bilden, welcher ſich wie eine uneinnehmbare natürliche Verſchanzung an einer Wendung des Fuß⸗ pfades plötzlich vor dem Touriſten und ſeinem Führer aufgerichtet hatte.

Letzterer, ein Mann aus der Gegend in halb bäuriſcher, halb ſtädtiſcher Tracht ließ den Torniſter des Reiſenden und den mit Milch gefüllten Holzkübel, den er an einem ſtarken Stock über der Schulter trug,