Teil eines Werkes 
2. Bändchen
Entstehung
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der Weihe zu einem unaufloͤslichen Bande, das Mérie noch vor ihrem Abgange aus dieſer Welt mit dem Grafen D. r verbinden ſollte.

Die wichtige Bedeutung dieſer Stunde ſchien auch der Sterbenden klar geworden zu ſein. Mit uͤbermenſchlicher Kraft erhob ſich die bleiche, hinfaͤlli⸗ ge Geſtalt aus den Kiſſen empor, und ſanft hauch⸗ ten ihre Lippen ein vernehmbaresJa. Kraftlos ſank ſie nach dieſem bindenden Worte in matter Erſchoͤpfung wieder auf ihr Lager zuruͤck.

Beide waren jetzt fuͤr immer verbunden, um nach aller Wahrſcheinlichkeit, im naͤchſten Augenblicke wieder getrennt zu werden.

Der Menſch denkt und lebt bloß in dem Dran⸗ ge der Gegenwart, ohne es nur zu oft zu beachten, daß all ſein Handeln und ſelbſt jeder Gedanke als bloßer Wahn einem hoͤhern Weſen untergeordnet verbleibt, das die menſchliche Berechnung mit goͤtt⸗

licher Weisheit durchkreuzend unſere Wuͤnſche durch einen Hauch vernichten unſer Leben eben ſo in Staub verwandeln, oder ſelbſt am aͤußerſten Rande

des Grabes noch erhalten kann. 18*