Leute haͤtte gaͤnzlich uͤberlaſſen ſollen. So waren vierzehn Tage verfloſſen, ohne daß eine wohlthaͤtige Aenderung der Krankheit eingetreten, und die Kranke auf den Weg der Beſſerung gefuͤhrt worden waͤre.
Der funfzehnte Tag brach heran, und von den ſchmerzlichſten Empfindungen erregt, trat der Graf bereits am fruͤhen Morgen in ihr Gemach, um je⸗ den Athemzug der bewußtlos Schlummernden beſon⸗ ders an dieſem Tage zu bewachen; da im Verlaufe deſſelben alle ſeine Hoffnungen oder Befuͤrchtungen entſchieden werden ſollten.
In ſtilles, ſchwermuͤthiges Sinnen vertieft, ſaß der Graf lange zu den Fuͤßen der Kranken, ohne das Kommen ſeines Hausarztes fruͤher zu gewah⸗ ren, als bis dieſer mit gedaͤmpften Schritten an ihn herantrat und, die Hand Meries ergreifend, mit bedenklicher Miene den Schlag ihrer Pulſe zu dei fen begann.
„Welche Hoffnung, Doktor?“ ſprach der Graf mit leiſe unterdruͤckter Stimme, indem ſein Blick mit aͤngſtlicher Beſorgniß auf den ernſten di⸗ gen des Heilkundigen weilte.


