Teil eines Werkes 
2. Bändchen
Entstehung
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Graf D'er hatte auf ſeinen Reiſen zu viel Menſchenkenntniß geſammelt, um nicht bald zu er⸗ kennen, daß Merie nur aus Liebe fuͤr Arthur fallen, und nur dem Geliebten allein, keineswegs aber auch jedem Andern ſich mit gleicher Hingebung uͤberlaſ⸗ ſen konnte. Auf dieſe Erfahrung, deren Wirklich⸗ keit ſich ſchnell erprobte, geſtuͤtzt, wurde es ihm nach mancher fruchtloſen Bemuͤhung dann erſt moͤg⸗ lich, ſie der Liebe Arthurs zu entfremden, als er dieſel⸗ be von der Vernachlaͤſſigung und der Untreue des Gra⸗ fen mit den gewichtigſten Beweiſen uͤberfuͤhrt hatte. Eine ſchwache Stunde vollendete den Sieg, und uͤberlieferte die Gefallene um ſo fruͤher in ſei nen gaͤnzlichen, ungetheilten Beſitz, als es der Un⸗ gluͤcklichen nunmehr ſelbſt daran gelegen war, ſich der mahnenden Stimme ihres Gewiſſens zu entzie⸗ hen, die ihr bei jedem Anblick Arthurs auch den an ſeiner Liebe begangenen Treubruch in ihr Ge⸗ daͤchtniß zuruͤckrief. Unbekannt mit jener Verabre⸗ dung, durch die ſie dem Grafen vorſaͤtzlich uͤberlie⸗ fert worden war, folgte ſie daher ihrem Verfuͤhrer ohne Widerſtreben in das Palais deſſelben, nach⸗