Teil eines Werkes 
2. Bändchen
Entstehung
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um ihn zum Zeugen ihres Gluͤckes machen zu koͤn⸗ nen. Ihre ſchuldloſe Seele war fern davon, den Preiß zu ahnen, fuͤr welchen ſie das hoͤchſte einzige Gut ihres jungfraͤulichen Daſeins hintan geben ſollte, um fuͤr den ſtillen ruhigen Frieden ihrer Seele die Marterqualen ſtechender Gewiſſensbiſſe einzutauſchen.

So ging ſie heiter wie ein Kind, das ſeiner Gefahr unbewußt ſorglos am Rande eines Baches ſpielt, dem Augenblicke entgegen, wo das drohen⸗ de Verderben ſeine Netze uͤber ſie zuſammenſchla⸗ gen, und ſie auf ewig gefangen nehmen ſollte.

4.

Es war der erſte Mai.—

Welchem Bewohner Oeſterreichs, und welchem Wiener insbeſondere waͤre ein Tag nicht bekannt, der das moderne Leben und den Luxus Wiens in jener hohen Pracht und jenem Glanze entfaltet, wie nicht ſo leicht, London und Paris ausgenom⸗ men, eine andere Hauptſtadt etwas Aehnliches auf⸗ zuweiſen im Stande iſt.

Schon am fruͤhen Morgen begiebt ſich eine