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Eine Minute verging. Dann ächzte die Holztreppe unter haſtigen Tritten.
Nun machte ſich ein flüchtiges Klopfen hörbar, ward die Thür leiſe und behutſam geöffnet.
Oliver Gaunt trat in den Parlor und zog die Thür hinter ſich zu.
Das hagere Angeſicht des Pflanzers war noch fahler als gewöhnlich, ſein ſtechender Blick hatte eine unheim⸗ liche Glut, ſeine ganze abſtoßende Erſcheinung verrieth eine mühſam verhaltene, heftige innere Erregung.
„Was muß ich ſehen, Ma'am!“ rief er ſcheinbar überraſcht.„Ganz Richmond iſt in Alarm und Sie ſind ruhig, als ob Sie nichts zu fürchten hätten!“
„Ah, Sir“, verſetzte Miſtreß Clairville gelaſſen,„was ſollte ich denn fürchten? Die Abolitioniſten führen doch keinen Krieg mit Weibern!“
„Eine ſeltſame Antwort, Ma'am, beſonders für eine Anhängerin des Südens!“
„Ich wüßte nicht—“
„Laſſen wir das dahingeſtellt ſein! Verzeihen Sie mir, daß ich ſo ſpät komme, es ward mir nicht ver⸗ gönnt, zu Ihrem Beiſtande früher herbeizueilen. Ich war ſehr beſorgt um Sie, denn unterwegs erfuhr ich, daß der Pöbel bereits in einigen Straßen die allge⸗ meine Verwirrung benutzt habe und in die Häuſer ein⸗


