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„Ach“, nahm Miß Jane ſehr raſch das Wort, „unſer Wagen ward unterwegs aufgehalten, ein Trupp abſcheulicher Gefangener kam uns in den Weg. Aber wo iſt Miß Grandiſon? Ich vermiſſe ſie hier!“
„Miß Grandiſon wird mein Haus nicht wieder be⸗ treten!“ verſetzte Miſtreß Davis ernſt.„Man hat ſie geſtern auf dem Danville⸗Perron Lebensmittel an Ge⸗ fangene austheilen ſehen, an verwundete Abolitioniſten, meine Damen; ich habe ihr daher andeuten laſſen, daß ſie ihre Abende dort zubringen möge, wo man ihre Art von Patriotismus beſſer als hier zu würdigen wiſſe!“
„Das iſt ganz in der Ordnung!“ rief Miſtreß Clair⸗ ville lebhaft, mit dem Ausdrucke tiefſter Indignation in ihren ſchönen Zügen.„Eher würde ich mir die Hand abhacken laſſen, als einem elenden Abolitioniſten auch nur das geringſte Labſal reichen!“
Ein Murmeln des Beifalls und der Zuſtimmung lief durch die Gruppe der ſtolz blickenden Ladies.
„Ach, ſie iſt ſo patriotiſch und ſo gut!“ flüſterte Miß Jane der Präſidentin zu.„Werden wir heute Muſik machen?“
Miſtreß Clairville ließ den Blick durch den Salon gleiten, in dem hier und dort Damen und Herren plauderten, der ſchwarze Frack ſich neben der Uniform bewegte.


