Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

217

Foltern auf ſich zu laden, daß Sie anf meinem Ver⸗ bleiben hier beſtehen. Scheiden wir! Ich habe hier ſchöne Tage verlebt, reizende Tage, die Erinnerung daran wird mir ewig bleiben, aber auch herbe, ſorgen⸗ volle Stunden in letzter Zeit. Und nun fühle ich, daß ich mich von hier verbannen muß, vor allem um Ihretwillen. Mißverſtehen Sie mich nicht, Crawford iſt ohne Zweifel in Bezug auf Ihre Ehre über jedem Verdacht erhaben, aber er fürchtet, ich bin deſſen faſt gewiß, über kurz oder lang die Gattin zu ihren Ver⸗ wandten nach dem Norden fliehen zu ſehen, er fürchtet es, zumal Ihre Ehe kinderlos blieb und Sie ſomit eine Feſſel weniger an Ihren Gatten bindet. Doch nicht allein Ihrethalben muß ich fort, Lucy. Seit jener blaſſe, ſchleichende, heimtückiſche Oliver Gaunt als Gaſt auf der Plantage weilt, iſt Crawford gereizter als je!

Lucy ſeufzte.

Oliver Gaunt iſt der böſe Dämon meines Mannes! ſagte ſie, finſter vor ſich hin ſtarrend.

Nun denn, fuhr Arnau fort,ſeit Gaunt hier iſt, hat es für mich den Anſchein, als provocire Craw⸗ ford einen Conflict mit mir. Er behandelt ſeine Sklaven härter als ſonſt, als gehe er gefliſſentlich darauf aus, Ihr Gefühl und das meine zu verletzen, er miſcht in