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Freundin zu umarmen und ihr die Nachricht zu brin⸗ gen, daß ihr Gatte lebt und ſich neuerdings als Held bewährt hat! Ich laſſe Ihnen den Oheim als Pfand für meine Rückkehr, General!“
Lovett drückte der ſchönen New⸗Yorkerin die Hand, während Richard unter dem Zlicke der ſeinem Herzen ſo gefährlichen Dame lebhaft erröthete und nicht ohne einige Verwirrung ſtammeln konnte, daß er bereit ſei. Dann wandte ſich der erſtere zu ſeinem Pferde.
Schon wollte er es beſteigen, als ein Trupp Unionsſoldaten die Stelle erreichte, eine Anzahl Ge⸗ fangener in ihrer Mitte.
Dieſen Gefangenen ſah man es ſofort an, daß ſie nicht dem regulären Militär der Conföderirten an⸗ gehörten.
Richard ließ erregt den Blick über die Reihen dieſer wildblickenden Männer gleiten.
Plötzlich ſchrie er auf. Er hatte unter den Frei⸗ beutern den Baron Rodberg erkannt.
„Hier iſt der Elende, der ſo viel Unheil ange⸗ ſtiftet!“ rief er außer ſich, ſtürzte zu einer Gruppe der Gefangenen und zerrte den bleichen Abenteurer vor den General.
Lovett ſtarrte auf den Mann, deſſen trotzige Züge er nur zu gut erkannte.


