Teil eines Werkes 
2. Band (1869)
Entstehung
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hof zu richten, gegen das linke Centrum der Unioniſten. Dieſe aber hatten ſich vorgeſehen; ſie knieten hinter der Friedhofsmauer, ſie lagen oder ſtanden hinter den Grab⸗ mälern, Kapellen und Bäumen des Kirchhofs. Die erfahre⸗ nen Offiziere wußten, daß dieſe Kanonade nur das Vorſpiel zu einem Sturmlaufe des Gegners ſei, und ließen die Kanonen aller Batterien auf das Thal richten, das ſich unmittelbar vor dem Friedhofe ausbreitete. Alles war auf den Angriff gefaßt, die Artilleriſten knieten mit brennender Lunte in den Vertiefungen hinter ihren Kanonen, die Infanterie harrte, ſo gut wie möglich ſich deckend, mit geladenem Gewehr der Dinge, die er⸗ wartet wurden. Und in das den Erdboden erſchütternde Gebrüll der feindlichen Kanonen hinein tönte kaum ein Schuß der Unioniſten.

Mehrere Stunden währte der Kugelregen der Ge⸗ ſchütze, doch richtete er keinen großen Schaden an, denn die Artilleriſten der Süder waren ihrer Aufgabe nicht gewachſen und die gefürchteten Whitworth⸗Projectile wurden von zu weiter Entfernung aus geſchleudert, als daß ſie ihr Ziel hätten erreichen können.

Endlich ward der ohrenbetäubende Kanonendonner der feindlichen Geſchütze ſchwächer und ſchwächer. Aber nun ertönte von den mit niedrigem Unterholz bewach⸗ ſenen Hügeln, von dem Felsgeſteine in der Nähe des