weit vom Damm fortgetragen und an eine kleine, mit
Haidekraut bewachſene Erderhöhung gelehnt.
Er kniete neben ihr, des wüſten Treibens rings nicht achtend und war bemüht, die Arme in's Bewußt⸗ ſein zurückzurufen, indem er ihr Schläfen und Stirn mit einer belebenden Eſſenz befeuchtete, welche die Far⸗ bige, neben ihm angſtvoll ſtehende Dienerin ihm ge⸗ reicht hatte.
Da gewahrten vier wilde Geſellen die kleine Gruppe und ſtolperten zu ihr heran.
„Dein Geld, Nankee, oder Du biſt des Todes!“
lallten die Halbtrunkenen.
Richard blickte auf.
Er reichte Uhr, Börſe und Brieftaſche den Män⸗ nern hin.
„Hier iſt alles, was wir haben“, ſagte er kaltblü⸗ tig,—„verſchont die arme Frau dort!“
Einer der Buſchklepper ließ den Hahn ſeines Re⸗ volvers knacken und zielte auf die Schläfe Richards.
In demſelben Augenblicke drückte ihm ſein minder wild blickender Nebenmann den Arm nieder.
„Halt“, rief er,—„das iſt ein Deutſcher, hörſt Du es nicht an ſeiner Ausſprache? Mir rettete einſt ein Deutſcher das Leben,— ich will nicht, daß man Die⸗ ſen tödte!“


