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glitzernden Fluß ſchaute,„die Töchter und Frauen der NYankees beſitzen mehr Seelenſtärke, als die verweich⸗ lichten Ladies des Südens! Und ſelbſt Ausländerinnen, die ihr Loos an Männer der Union geknüpft haben, zeigen ſich aufopfernder, als dieſe Damen des Südens, die nur dort fanatiſch ſind, wo es keine Gefahr für ſie giebt. Mein Bob, mein Einziger, der in Richmond und Charleston in Garniſon ſtand, hat mir's geſagt. Ja, ja, ſelbſt Ausländerinnen, denn erſt geſtern hörte ich's, wie die junge Frau des Generals Lovett ihren Mann beſchwor, ſie mit ſich nach Falmouth ins Hauptquartier zu nehmen.“
„Wie?“ rief die Reiterin, während Onkel Hugh aufblickte,„General Lovett hat eine Frau?“
Der Farmer nickte.
„Freilich“, entgegnete er,„Mr. Lovett iſt verhei⸗ rathet, er hat eine ſchöne junge Frau, ein ſanftes, ſeelengutes Geſchöpf. Ich glaube, ſie ſind kaum fünf Monate erſt vermählt und etwa ſeit einem Vierteljahre in Amerika, denn der General hat ſich ſeine F Fron von Deutſchland mitgebracht.“
„Ah, eine Deutſche—!“
„Ja, Miß, die junge Frau ſpricht aber das Engliſche ſchon mit einiger Geläufigkeit; nun, nun, ein altes Sprichwort ſagt: Die Liebe iſt die beſte Lehrmeiſterin!“


