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„Hm,“ ſagte er alsdann gedehnt und eiſig,„es iſt immer ein ſchlechtes Zeichen, wenn der Menſch eines Fürſprechers bedarf. Was haben Sie mir zu ſagen, Anton Schulhof?“
Anton bewegte die Lippen; er vermochte kein Wort hervorzubringen. Ein lebhaftes Geräuſch auf dem Gange enthob ihn auch im nächſten Augenblick einer Antwort und lenkte die Aufmerkſamkeit des Fabrikanten von ihm ab. Man vernahm zahlreiche Tritte, ein Ge⸗ murmel und ſodann ein ſchüchternes Pochen an der Thüre. Weidner's„Herein“ erklang von Neuem.
Die Thüre ging auf. Jene ſechs Arbeiter, die der Fabrikant ſchon vorhin erwartet hatte, ſchoben ſich, ob⸗ wohl derbe, tüchtige Männer, mit unbeholfener Zaghaf⸗
tigkeit nacheinander in das Zimmer. Auf ihren breiten,
blühenden Angeſichtern lag ein Gemiſch von Jubel und Befangenheit. Wie ſie in der Werkſtatt beſchäftigt ge⸗ weſen, ſo ſtanden ſie da, einige ſogar mit ihren Geräth⸗ ſchaften in den Händen. Sie blieben in ehrerbietiger Entfernung von ihrem Brotherrn, es hatte ſogar den Anſchein, als getraue ſich Keiner ſo recht, der Vorderſte zu ſein.
Anton und Landsberger ſowohl, wie der lauernde Böhme waren zur Seite getreten, den Arbeitern Platz zu machen. Weidner zeigte dieſen Letzteren ein Geſicht,


