49 die angeſprochene Jungfrau gewaͤhren oder ſich verſagen muͤſſe, und uͤber die Ruͤckſich⸗ ten, welche ſie, die Selbſtſucht verleugnend, auf des Freiers kuͤnftiger Beil zu nehmen habe. Darum gehe fromm mit Gott und der Vernunft, dann auch mit Deinem Her⸗ zen zu Rathe, fuhr W. ow fort: denn ich geſtehe mir, als Euer Koͤnig, nur ein be⸗ dingtes Veto zu. Der eine verkauft ſeine Toͤchter dem Mammon, ein zweiter den Se⸗ ligmachern, oder einem andern, unſaubern Geiſte; ich aber ſtimme fuͤr jeden ſaubern, wenn ihm das taͤgliche Brot ſo gewiß als die⸗ ſem iſt.
Pauline kuͤßte des Vaters Hand und fragte lauſchend— wie heißt denn mein Freier?
Amalie erwiederte darauf— Du und Minona ſpazirten ſonſt, zum oͤftern, nach ſeinem Vorwerk, in die Milch.
Schiſting ate S. a3r Bd. 4


