Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Fraͤulein Molly hatte den ſeltſamen, Frieden ſtoͤrenden Hergaͤngen dieſes Tages nur aus der Ferne, doch mit Kummer, zu⸗ geſehn. Sie ſetzte die Thraͤnen und das angſthafte Gebehrden ihrer Pflegmutter und Hohland's ſichtlichen Groll und Zorn, auf Rechnung des beſchaͤmenden Ereigniſſes; denn es mußte dieſem vornehmen, in der Regel nur von Ebenbuͤrtigen umgebenen Paare, allerdings zum Aerger gereichen, ei⸗ nen entlarvten, bisher als Hausfreund an⸗ erkannten und beguͤnſtigten Verbrecher, in ſeiner Mitte von der Polizei geſucht und er⸗ griffen zu ſehn.

Es daͤmmerte bereits Schnee und Regen wechſelte draußen, und der Sturm ſchuͤttelte den Reſt des Laubes aus den Wi⸗ pfeln; dennoch ſchritt Herr von Hohland, als ob der Lenz eben die Erde verklaͤre, ſeit einer Stunde in der großen Allee auf und