Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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19 wohlthuenden Klagelauten, um die Schlaͤfe wand. Dann ſchmiegte ſich die Jungfrau, vertrauend, zwiſchen ihn und ihre Veronika, ſie legte das Koͤpfchen in den Schooß dieſer Getreuen, ſie befahl den Geiſt in des Vaters Haͤnde und Rudolf neigte ſich zu ihrem Ohr und fliſterte die Vorworte ihres Andacht⸗ buches

Sein Heil ſey Dir der Schirm in Noth, Dein Schild im Tod, Dein letzter Troſt auf Erden 1

Dem Maͤdchen war, als ob der Geiſt der verklaͤrten Mutter durch ſeinen Mund das Herz in ihrer Bruſt erquicke; die from⸗ men Augen laͤchelten ihn ſegnend an, ſie druͤckte ſeine Hand, mit kindlicher Zaͤrtlich⸗ keit, an die Lippen.

Alfried muſterte und bettete indeß die angſthafte Gemeine; er ſah ſich von allen gekannt und geprieſen, doch kein bekanntes Weſen unter ihr, ſtellte die Lampe auf einen