176 Blume braͤche, in Euern Herzen bluͤht ſie fort. Meine Augen fuͤllten ſich mit Thraͤnen. Ich ſprach, ſie zu zerſtreuen, von meinem Gluͤck, von Sidoniens Zartlichkeit und ihrer Gewaͤhrung. Ein magiſcher Glanz ergoß ſich aͤber die entfaͤrbten Wangen. Ich will der Schutzgeiſt Eurer Kinder werden! erwiederte ſie, und druͤckte mich an ihre Bruſt.
Ja, rief ich: doch hienieden noch, drumm ſpare Dich uns und dem Onkel auf. Er nahm ſich Deiner huͤlfloſen Jugend an, wollteſt Du ihn wohl in dem huͤlfloſen Alter verlaſſen? des Lebens Kranz zerpfluͤcken, weil einige ſei⸗ ner Bluͤthen welkten? Das Dullden iſt des
Weibes Loos, drumm ſey Ergebung ſeine Tugend.
Er war hier, Idolf— Abſchied zu neh⸗ men— Auf ewig, wie er ſagte—
So haſt Du den Kelch geleert, und biſt


