Teil eines Werkes 
2. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil, Kleine Romane und Erzählungen (1819)
Entstehung
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„Auf mein Wort, Fraͤulein, ich habe bis jetzt noch niemanden Heiraths⸗Antraͤge gemacht.“—

„Aber ſie gehen doch damit um?“—

„Wie ſo, mein Fraͤulein?— Erlauben ſie mir ihnen zu ſagen, daß ſelbſt ſie, eine ſo alte, liebe Bekanntin von mir, kein Recht haben mich weiter uͤber dieſe Sache auszufragen.“—

„Ein Recht?— Nein, Herr General, ich verlange mir auch kein Recht uͤber ſie anzuma⸗ ßen; nur als eine Freundin, die um ihre Wohl⸗ fahrt beſorgt iſt, frage ich.“—

„Gewiß weiß ich dieſe freundſchaftliche Theil⸗ nahme zu ſchaͤtzen, und um ihnen einen Beweis davon zu geben, verſichre ich ſie auf meine Ehre, daß, ſobald ich wirklich verſprochen ſeyn werde, ſie zuerſt davon benachrichtiget werden ſol⸗ len.“—

„Biſt du nun endlich zufrieden?“— ſagte Marianne, da ſie ihr Herz auf einmal ſonder⸗ bar erleichtert fuͤhlte.

Der General, welcher ſie waͤhrend dieſer Unter⸗ redung genau beobachtet hatte, wandte ſich jetzt ſchnell zu ihr:„Marianne,“ ſagte er freund⸗ lich,„mir iſt es noch von alten Zeiten her be⸗

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