Teil eines Werkes 
2. Theil, Auswahl kleiner Erzählungen : 2. Theil, Kleine Romane und Erzählungen (1819)
Entstehung
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vor ihr ſtand, und ihre Verzeihung erbat, er⸗ griff er eine ihrer Haͤnde, die er mit einem hei⸗ ben Kuß an ſeine Lippen druͤckte.

Marianne ſtand ſchnell auf, und verließ das Zimmer.—

„Es thut mir ſehr leid daß meine Schwe⸗ ſter die Sache ſo hoch aufnimmt,“ ſagte Hen⸗ kiette;„denn meine eigentliche Abſicht war, den

vorher beſprochenen Plan in ihrer Gegenwart einzuleiten, da ich von ihrer Billigung und Un⸗ terſtuͤtzung gewiß war.“—

„Ich ſollte es billigen daß ihre Schweſter andere Maͤnner fuͤr Geld malt?— Nein, wahr⸗ haftig, mein Fraͤulein, der Gedanke kann nie in meine Seele kommen!— Aber beantworten ſie mir nur noch die eine Frage: hat Mari⸗ anne nie irgend einen andeen Mann aus der Erinnerung gemalt?“—

„So viel ich weiß, niemals.“—

„Als ich damals fortging, ſprach man viel von einem gewiſſen Herrn Montague, und glaubte ſie wuͤrde ihn heirathen.“—

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