4² 1 habe ich es entdeckt, weil ſie ihre Talente immer verbirgt.— Nachher hat ſie mich auch gemalt; hier iſt es, es iſt aber nicht aͤhnlich.“— Monthermer nahm auch dies Bild in die Hand, uͤberzeugte ſich indeß bald, daß es wirklich nicht geſchmeichelt ſey.— Ja wahrlich,
ſagte er, es ſcheint mir ſelbſt, als habe ſie
mir zu viel, ihnen aber zu wenig Gerechtigkeit wiederfahren laſſen.“— Heimlich ſetzte er noch fuͤr ſich hinzu:„In welchen ſchoͤnen, hellen Far⸗ ben muß mein Bild vor der Seele des herrlichen Maͤdchens geſchwebt haben!“—.
„Aber kommen ſie ſchnell,“ hob Henriette wieder an,„ehe wir uͤberraſcht werden, damit ſie noch ein anderes Bild ſehen, bei welchem ich ſie vor einigen Tagen antraf, und ſie beinahe mit Gewalt zwingen mußte es mir zu zeigen.“— Sie ging nun in ein kleines Kabinet, wo Ma⸗ riannens Buͤcher und dergleichen ſtanden, und nahm aus einem Malkaſten ein noch nicht vollendetes Miniatur⸗Gemälde. Der Ge⸗ neral erblickte wieder ſein eigenes Bild, doch ſo wie er jetzt war, und in Gedanken verloren ſtand er vor dieſem neuen Beweiſe ihres ſo treuen


