meines Sohnes Gefahr vor mir verbargen.— Und wenn ſie nun alle dieſe Umſtaͤnde erwaͤgen, darf es ſie noch befremden daß die Voͤgelein, wie ich vorher ſagte, entſchloſſen ſind nicht laͤn⸗ ger herumzuflattern, wo ſie gewiß ſeyn muͤſſen daß Habichte auf ſie herabſchießen?“—
Ueberzeugt daß die Augen der aͤngſtlichen
Mutter jetzt zu klar geoͤffnet waren um ſich wie⸗
der zu ſchließen, ſah Lady Lucy nun keinen Ge⸗ winn mehr, den ſie von den Dervilles zie⸗ hen konnte, und hielt es alſo auch nicht laͤnger der Muͤhe werth ſich zu verſtelle. Mit der groͤßten Heftigkeit und Niedertraͤchtigkeit warf ſie nur noch der ganzen Familie die Verbindlichkeiten vor, welche ſie ihr haͤtten, und den Undank, mit dem ſie ihr lohnten. Frau Derville beſchuldigte ſie noch beſonders, unter der Maske der Moral und Religion ein ehrgeiziges, rachſuͤchtiges Herz zu verbergen, das nur zu leicht geneigt ſei das Boͤſe von ſeinem Nebenmenſchen zu glauben. „Wenig dachte ich, fuhr ſie fort, daß eine Be⸗ kanntſchaft, die ich mit ſolcher Freude knuͤpfte, auf dieſe Weiſe endigen wuͤrde. Weil es aber ſo ſeyn ſollte, freut es mich daß es ſich ſo bald entdeckt, da


