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Nun erzaͤhlte ſie woͤrtlich, was ſie im Ne⸗ ben⸗Zimmer hoͤrte. „Was ſoll ich thun? rief Johanne in der groͤßten Bewegung; Lord Barrington kommt dieſen Morgen, ich kann ihn nicht ſehen. Ver⸗ heirathet— und ſich ſo gegen mich zu betragen!“ — Hier erleichterte ein Thraͤnenſtrom ihr armes, gepreßtes Herz. Mutter und Bruder ſuchten ſie zu bernhigen, obgleich Lionel meinte, wenn der Lord kaͤme, wuͤrde er ihn zur Rede ſtellen. End⸗ lich erhielt die Mutter durch viele Vorſtellungen von dem Sohne das Verſprechen, in dem Falle das Zimmer zu verlaſſen, und es gelang ihr ih⸗ rer Tochter zu beweiſen daß ſie bleiben muͤſſe, um dem Lord durch ihr ganzes Benehmen zu zeigen, daß wenn ihr Herz ſie auch auf kurze Zeit haͤtte zur Schwaͤche verleiten koͤnnen, die Ue⸗ berzeugung der Unrechtlichkeit ſeiner Geſinnungen ſie augenblicklich wieder zur Vernunft gefuͤhrt ha⸗ be. Denn gewiß fuͤhlſt du es tief, mein Kind, ſetzte ſie hinzu, daß ein verheiratheter Mann, der es verſucht die Neigung eines unſchuldigen Maͤdchens zu gewinnen, durchaus ohne alle Grundſaͤtze von Ehre und Rechtlichkeit ſeyn muß.


