Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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207 hatte. Doch ſchritt er, ohne aufzublicken, an dem ruͤhrenden Werke voruͤber, denn der Blick auf die bewußte, eben offen ſtehende Tapetenthuͤr, ließ ihn das ſchwarze, anzie⸗ hende Gemach bemerken. Er nahte ſich, verwundert und ergriffen, dieſem Heiligthu⸗ me der Trauer, er faßte das Bild mit dem einſamen Kreuze und der Taube uͤber ihm, in's Auge, und vor dem Bilde ſtand, ein⸗ ſam wie jenes, in Beſchauung und Weh⸗ muth verſunken, die engelhafte Roſalinde.

Aber es war nicht das Bild, das ihre Seele feſſelte. Die Augen hatten es bereits verlaſſen und hafteten eben, an dem Fen⸗ ſter dieſes Gemaches, das zu ebener Erde lag und durch deſſen Scheiben ſie ein jun⸗ ger Wandersmann anſtarrte. Ihr Ju⸗ lius! Graͤfin! rief er, ſie plöͤtzlich er⸗ kennend. Graͤfin! rief, gleichzeitig, der ein⸗ getretene Ryno Graͤfin! ſprach, in deſſen