Teil eines Werkes 
1. Theil (1824)
Entstehung
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mein Rufen und ein Blick auf den nahen, gewaltigen Schloßteich, deſſen Sumpf⸗ Ufer mit Emils Lieblingen, mit Wieſenblumen, Schilf und hohem Gras umgeben ſind, macht mich ſchauern. Eine Nachbarin, die mein Treiben gewahrt, koͤmmt herbei und verſichert, der Knabe ſey vor kurzem, barfuß und im Hemdchen dem Knechte nachgelau⸗ fen, der meines Mannes Pferd ausritt und ihn in dieſem Falle gewoͤhnlich mit auf das Roß nahm. Aber der Knecht kam zuruͤck und wußte nichts von ihm.

Dort auf dem Bette lag der todtkranke Mann, er vergaß die mangelnde Summe uͤber dem verſchwundenen, einzigen Kinde und unſer Kummer wuchs von Minute zu Minute; er ward, als alle, die wir ausge⸗ ſandt hatten, allmaͤlig und erfolglos wieder⸗ kehrten, zur Seelenangſt. Ploͤtzlich tritt die alte Rebecke, eine Tageloͤhnerin, die im