Teil eines Werkes 
2. Theil (1830)
Entstehung
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denengel ſeine Seele und Gretchen neigte ſich jetzt unwillkuͤhrlich zu dem Lauſchen⸗ den; Wange und Wange, Bruſt und Bruſt beruͤhrten ſich ein langer, herzſtaͤrkender Verlobungkuß endete die gefuͤrchtete, lange Bedenkzeit.

Plöͤtzlich ward es lebhaft in der Naͤhe, Gretchen entwand ſich ihrem Polizei⸗Mei⸗ ſter; er ſagte: Ich finde es hoͤchſt rath⸗ ſam, den Erfolg dieſer Segenſtunde der armen, liebekranken Julie fuͤr jetzt noch zu verſchweigen.

Ich bin Juliens Liebling, erwiderte ſie: und dieſe goͤnnt mir ſo unbedingt das beßte Gluͤck, daß die Mittheilung weder Leid noch Neid erregen der Freundin zaͤrt⸗ liches Herz vielmehr erquicken wird, fuͤrch⸗ te aber um ſo mehr den Groll und die hoͤchſte Mißbilligung von Seiten Ihrer Frau Schwaͤgerin, die Ihnen, frei geſtan⸗ den, die Tochter zudenkt. Johannes